Bereiten Sie sich und Ihr Kind auf die Arztbesuche gut vor, damit von Anfang an Vertrauen entsteht und keine Angst aufkommt. Das kann im Ernstfall sehr hilfreich sein.
Vertrautes macht weniger Angst. Proben Sie den Arztbesuch zu Hause, zum Beispiel mithilfe eines Spielzeug-Arztkoffers. z.B.: „Die Ärztin/der Arzt wird dein Herz abhören, wird deinen Bauch untersuchen …“
Lesen Sie Ihrem Kind dem Alter entsprechende Bücher zum Thema Arztbesuch vor.
Erinnern Sie Ihr Kind an etwas Schönes oder Lustiges in der Ordination, z.B.: „Heute gehen wir zu der Ärztin/zu dem Arzt, bei dem es die tolle Spieleecke gibt!“
Sagen Sie ihrem Kind nicht, die Behandlung sei völlig schmerzlos, wenn das nicht stimmt. Bleiben Sie bei der Wahrheit, und machen Sie dem Kind Mut. z.B.: „Die Impfung wird kurz pieksen, aber ich weiß, das wirst du super schaffen!“.
Kinderkleidung wählen, die man leicht aus- und anziehen kann.
Nimmt ihr Kind Medikamente? Ist es bei anderen Ärztinnen/Ärzten in Behandlung? Informieren Sie die Kinderärztin/den Kinderarzt darüber. Ist ihr Kind krank, schreiben Sie zu Hause auf:
Haben Sie den Verdacht, dass ihr Kind eine ansteckende Krankheit (z.B. Ausschläge) hat? Dann informieren Sie ihren Arzt/ ihre Ärztin vor dem Besuch, damit andere Kinder nicht angesteckt werden. In manchen Praxen gibt es dafür eigene Wartezimmer.
Ob Fieber, Erkältung, Bauchweh oder Durchfall. Kinder werden schnell krank aber auch wieder schnell gesund. Wann sollte man zum Arzt/ zur Ärztin?
Kinder haben häufig Fieber oder erhöhte Temperatur. Das ist eine natürliche Reaktion auf Krankheitserreger. Wie Sie Ihrem Kind helfen können und wann es sinnvoll ist, das Fieber zu senken:
Durch die Fiebersenkung werden zwar die Beschwerden gelindert, nicht aber die eigentliche Ursache des Fiebers. Diese muss entsprechend der zugrunde liegenden Erkrankung behandelt und kuriert werden.
Eine Erkältung oder ein Atemwegsinfekt steht zweifellos an erster Stelle unter den Kinderkrankheiten. Vor allem am Anfang der Kindergruppen/Kindergarten – Zeit scheinen Kinder jeden Erkältungsschub in der näheren Umgebung mit nach Hause zu bringen.
Bei Schnupfen
Wenn Ihr Kind schon älter ist, können Sie es – unter Aufsicht und nicht zu heiß – auch Dampfinhalationen mit Kamille oder einer Kochsalzlösung nehmen lassen. Erleichterung können auch ätherische Öle wie Menthol oder Eukalyptus verschaffen, die auf die Kleidung geträufelt oder als Balsam direkt auf Brust oder Rücken verrieben werden.
Bei Husten
Grundsätzlich sollte ihr Kind bei Husten viel trinken (lauwarmes Wasser, Kräutertee). Das lockert den Schleim und erleichtert das Abhusten.
Vorsicht: Für Säuglinge oder Kleinkinder sind diese ätherischen Öle aufgrund möglicher schwerer Nebenwirkungen nicht geeignet.
Bei Halsweh
Lindernd wirkt vor allem, was ein Austrocknen der Schleimhäute verhindert:
Kinder leiden häufig unter Bauchschmerzen. Probleme mit der Verdauung, ein Darminfekt oder fehlender Stuhlgang über mehrere Tage hinweg können die Ursache sein. Gerade bei älteren Kindern können sich auch seelische Probleme, Ängste und Stress in Bauchschmerzen äußern.
Bauchweh
Gegen Bauchweh gibt es auch bewährte und wirkungsvolle Hausmittel.
So helfen bei einem verdorbenen Magen oder einem leichten Magen-Darm-Infekt oft schon eine Wärmflasche, eine kleine Bauchmassage und ein Fencheltee.
Verdauungsprobleme
Auch bei Problemen mit der Verdauung lassen sich die Beschwerden meist durch bewährte Hausmittel, wie zum Beispiel Anis- und Kümmeltee, lindern.
Verstopfung
Wie oft Kinder Stuhlgang haben, ist sehr unterschiedlich. 3x täglich bis zu 3x in der Woche Stuhlgang ist normal. (gesundheit.gv.at) Wenn ihr Kind nur einmal die Woche zur Toilette muss und der Stuhl sehr fest ist, liegt eine Verstopfung vor.
Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten beugt einer Verstopfung vor.
Wenn die Bauchschmerzen schon länger und ohne erkennbaren Grund bestehen, sollten Sie ebenfalls ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin darüber berichten.
Häufige Ursachen für Durchfallerkrankungen sind durch verschiedene Viren und Bakterien ausgelöste Darminfektionen. Durchfall ist immer mit einem Verlust an Flüssigkeit und Salzen verbunden, der vor allem bei Säuglingen und kleinen Kinder zur Austrocknung des Körpers führen und dadurch schnell gefährlich werden kann.
Zum Schutz vor weiteren Ansteckungen ist häufiges Händewaschen und besondere Sauberkeit oberstes Gebot. Das gilt natürlich für alle in der Familie.
Nützlich für den Arzt oder die Ärztin
Da Durchfall viele Ursachen haben kann, sollten Sie ihr Kind in jedem Fall möglichst genau beobachten, um dem Kinderarzt oder der Kinderärztin gegebenenfalls weitere Symptome beschreiben zu können.
Nützliche Hinweise sind zum Beispiel:
Wenn ein Kind nach den Mahlzeiten kleine Nahrungsreste mit aufstößt, ist das kein Erbrechen. Gibt es jedoch größere Mengen Nahrung von sich, spricht man von Erbrechen. Im weiteren Verlauf wird das Erbrochene meist zu einer schleimigen, gelblichen Flüssigkeit.
Bei Erbrechen ist es vor allem wichtig, der damit verbundenen Austrocknungsgefahr entgegenzuwirken:
Gegen den üblen Geschmack im Mund hilft das Ausspülen mit Wasser oder Tee. Je nachdem, wie sich ihr Kind fühlt und wie alt es ist, kann es sich auch die Zähne putzen, um den Geschmack loszuwerden.
Viele Erkrankungen gehen mit Kopfschmerzen einher. Aber auch als eigenständiges Krankheitsbild treten Kopfschmerzen heute bereits bei jüngeren Kindern auf.
Bei häufigen Kopfschmerzen
Die Auslöser für Kopfschmerzen sind häufig im Alltag zu finden. Wenn ihr Kind häufig unter Kopfschmerzen leidet, sollten Sie gemeinsam mit ihm herauszufinden versuchen, was die Ursachen sein könnten:
Mit diesen und ähnlichen Fragen kommen Sie den möglichen Auslösern der Kopfschmerzen vielleicht auf die Spur.
Bei akuten Kopfschmerzen
braucht Ihr Kind –wie bei jeder Erkrankung – Ihre besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung.
Wichtig: Kopfschmerzen und Migräneattacken bei Kindern sollten möglichst ohne Medikamente behandelt werden. Auf keinen Fall dürfen Sie Ihrem Kind eins der üblichen Kopfschmerzmittel für Erwachsene verabreichen.
Bei folgenden Krankheitszeichen und Symptomen sollten Sie mit ihrem Kind sofort eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt aufsuchen oder unter 141 den Ärztenotdienst rufen:
Auch bei unklaren Beschwerden oder wenn Sie sich sorgen und ängstigen, weil Ihr Kind irgendwie verändert wirkt, ohne dass Sie eine Erklärung dafür haben, sollten Sie sich immer an die kinderärztliche Praxis wenden.
Ihre Kinderärztin, Ihren Kinderarzt
Telefonische Gesundheitsberatung: 1450
Telefonischer Ärztenotdienst: 141