Beim Kinderarzt/-ärztin

Vorbereitung auf den Arztbesuch

Bereiten Sie sich und Ihr Kind auf die Arztbesuche gut vor, damit von Anfang an Vertrauen entsteht und keine Angst aufkommt. Das kann im Ernstfall sehr hilfreich sein. 

Was Kindern gut tut

Vertrautes macht weniger Angst. Proben Sie den Arztbesuch zu Hause, zum Beispiel mithilfe eines Spielzeug-Arztkoffers. z.B.: „Die Ärztin/der Arzt wird dein Herz abhören, wird deinen Bauch untersuchen …“ 

Lesen Sie Ihrem Kind dem Alter entsprechende Bücher zum Thema Arztbesuch vor. 

Erinnern Sie Ihr Kind an etwas Schönes oder Lustiges in der Ordination, z.B.: „Heute gehen wir zu der Ärztin/zu dem Arzt, bei dem es die tolle Spieleecke gibt!“ 

Sagen Sie ihrem Kind nicht, die Behandlung sei völlig schmerzlos, wenn das nicht stimmt. Bleiben Sie bei der Wahrheit, und machen Sie dem Kind Mut. z.B.: „Die Impfung wird kurz pieksen, aber ich weiß, das wirst du super schaffen!“. 

Kinderkleidung wählen, die man leicht aus- und anziehen kann. 

Was Eltern vorab tun können

  • Nehmen Sie Ersatzkleidung und Windeln mit. 
  • Auch Fläschchen, Brei, Wasser etc…, falls es zu längeren Wartezeiten kommt.
  • Lieblingskuscheltier und/oder Schnuller für unangenehme Situationen.
  • Packen Sie für die Wartezeit auch ein Spielzeug oder Buch ein.
  • eCard, ELKI Pass, Impfpass bzw. Allergiepass und Befunde, falls es welche gibt.
  • Stift und Notizblock zum Mitschreiben beim Arzt/ bei der Ärztin.
  • 3 Fragen vorbreiten: Was hat mein Kind? Was kann ich dagegen tun? Warum soll ich das tun? 

Nimmt ihr Kind Medikamente? Ist es bei anderen Ärztinnen/Ärzten in Behandlung? Informieren Sie die Kinderärztin/den Kinderarzt darüber. Ist ihr Kind krank, schreiben Sie zu Hause auf:

  • Was es hat (Symptome, wie Fieber, Schmerzen…)
  • Wie lange es das schon hat.
  • Was Sie bis jetzt dagegen getan haben. 
  • Alle Fragen, die Sie an die Ärztin/den Arzt haben..

 

Haben Sie den Verdacht, dass ihr Kind eine ansteckende Krankheit (z.B. Ausschläge) hat? Dann informieren Sie ihren Arzt/ ihre Ärztin vor dem Besuch, damit andere Kinder nicht angesteckt werden. In manchen Praxen gibt es dafür eigene Wartezimmer. 

Die häufigsten Kleinkinder - Erkrankungen

Ob Fieber, Erkältung, Bauchweh oder Durchfall. Kinder werden schnell krank aber auch wieder schnell gesund. Wann sollte man zum Arzt/ zur Ärztin?

Fieber

Kinder haben häufig Fieber oder erhöhte Temperatur. Das ist eine natürliche Reaktion auf Krankheitserreger. Wie Sie Ihrem Kind helfen können und wann es sinnvoll ist, das Fieber zu senken: 

Durch die Fiebersenkung werden zwar die Beschwerden gelindert, nicht aber die eigentliche Ursache des Fiebers. Diese muss entsprechend der zugrunde liegenden Erkrankung behandelt und kuriert werden.

  • Nur in Ausnahmefällen – wenn ihr Kind zum Beispiel sehr unter dem Fieber leidet und zunehmend erschöpft wirkt – und möglichst erst ab einer Körpertemperatur von mehr als 39 Celsius (im Po gemessen) sollten Sie mit fiebersenkenden Maßnahmen beginnen.
  • Vor allem bei sehr hohen Temperaturen können frische, körperwarme Umschläge und Wickel an Stirn, Handgelenken oder Waden (so sie sich warm anfühlen) helfen, die Temperatur zu senken.
  • Wenn ihr Kind berührungsempfindlich ist, schrill schreit oder Ihnen insgesamt sehr verändert und schwer krank vorkommt.
  • Wenn das Fieber bei älteren Babys und Kleinkindern bis zum Alter von zwei Jahren länger als einen Tag, bei älteren Kindern länger als drei Tage anhält.
  • Wenn das Fieber trotz fiebersenkender Maßnahmen nicht zurückgeht.
  • Wenn weitere Krankheitszeichen auftauchen, zum Beispiel Teilnahmslosigkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Berührungsempfindlichkeit, Hautausschläge, erschwertes Atmen oder „Nackensteife“.
  • Wenn ihr Kind trotz fiebersenkender Maßnahmen und Rückgang der Temperatur teilnahmslos ist und nicht normal reagiert.
  • Wenn das Fieber zwar zurückgeht, ihr Kind aber immer noch deutlich beeinträchtigt ist.
  • Wenn Ihr Kind bei Fieber überhaupt nicht trinken will.
  • Wenn Ihr Kind über 12 Stunden hinweg keinen Urin ausscheidet.
  • Wenn Ihr Kind einen Fieberkrampf hatte.
  • Wann immer Sie beunruhigt sind und sich Sorgen machen.

Husten, Schnupfen & Halsweh…

Eine Erkältung oder ein Atemwegsinfekt steht zweifellos an erster Stelle unter den Kinderkrankheiten. Vor allem am Anfang der Kindergruppen/Kindergarten – Zeit scheinen Kinder jeden Erkältungsschub in der näheren Umgebung mit nach Hause zu bringen. 

Bei Schnupfen

  • Eine verstopfte Nase vorsichtig mit einem gedrehten Papiertaschentuch reinigen. Achten Sie darauf, die Absonderungen nicht hochschieben.
  • Zum Abschwellen der Nasenschleimhäute können sie eine Kochsalzlösung als Nasentropfen verwenden: 1 Gramm Speisesalz in 100 Milliliter Wasser auflösen.
  • Handelsübliche Nasentropfen oder -sprays sollten Sie nur kurzfristig verabreichen, außer Ihr Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin hat etwas anderes verordnet. Beachten Sie aber unbedingt die Angaben zu Alter und Dosierung.

Wenn Ihr Kind schon älter ist, können Sie es – unter Aufsicht und nicht zu heiß – auch Dampfinhalationen mit Kamille oder einer Kochsalzlösung nehmen lassen. Erleichterung können auch ätherische Öle wie Menthol oder Eukalyptus verschaffen, die auf die Kleidung geträufelt oder als Balsam direkt auf Brust oder Rücken verrieben werden.

 

Bei Husten 

Grundsätzlich sollte ihr Kind bei Husten viel trinken (lauwarmes Wasser, Kräutertee). Das lockert den Schleim und erleichtert das Abhusten.

  • Salbeitee mit Honig (wenn ihr Kind aus dem Babyalter heraus ist) kann gleichzeitig auch auf Halsschmerzen lindernd wirken.
  • Erleichterung können Salben mit ätherischen Ölen wie Menthol, Thymian oder Eukalyptus verschaffen, die auf Brust und Rücken verrieben werden.

Vorsicht: Für Säuglinge oder Kleinkinder sind diese ätherischen Öle aufgrund möglicher schwerer Nebenwirkungen nicht geeignet.

 

Bei Halsweh

Lindernd wirkt vor allem, was ein Austrocknen der Schleimhäute verhindert:

  • Lutschbonbons mit Pfefferminz oder Salbei regen die Speichelbildung an und können vorübergehend lindernd wirken.
  • Wenn ihr Kind schon groß genug zum Gurgeln ist, lassen Sie es mit lauwarmem Kamille- oder Salbeitee gurgeln.
  • Eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum und Dampfinhalationen, zum Beispiel mit Kamille, wirken ebenfalls trockenen Schleimhäuten entgegen.
  • Wenn ihr Kind einen schlechten Allgemeinzustand zeigt und zum Beispiel teilnahmslos ist.
  • Wenn ihr Kind so stark husten muss, dass es sich erbrechen muss, weder essen noch trinken kann und starke Atembeschwerden hat (Verdacht auf RS-Virus).
  • Wenn ihr Kind seit mehr als drei Tagen fiebert.
  • Wenn Husten oder Schnupfen länger als eine Woche unvermindert andauern, sich verschlimmern oder wenn sich plötzlich hohes Fieber entwickelt.
  • Wenn Ihr Kind heiser wird, Atembeschwerden hat, schnell atmet oder über Schmerzen klagt.
  • Wenn ein Husten nach mehreren Tagen schmerzhaft wird (Verdacht auf Lungenentzündung).
  • Wenn ihr Kind unter plötzlich auftretenden bellenden Husten leidet (Verdacht auf Pseudokrupp).
  • Bei zusätzlichen Symptomen wie Durchfall oder Erbrechen.
  • Wenn sich der Schleim gelblich oder durch Blutbeimengungen rötlich färbt.
  • Wenn das Schnupfensekret gelblich-grünlich wird oder Fieber und starke Kopfschmerzen hinzukommen; dies könnte auf eine Entzündung der Nasennebenhöhlen hindeuten.
  • Wenn Ihr Kind Ohrenschmerzen hat und Ihr Kind unter zwei Jahre alt ist. Wenn es sehr krank wirkt oder wenn die Ohrenschmerzen länger als zwei Tage anhalten.
  • Wenn Ihr Kind zu den Halsschmerzen plötzlich hohes Fieber bekommt oder Sie gelbe Eiterpünktchen auf den Mandeln sehen können.
  • Wenn sich – auch vorübergehend– am Körper ihres Kindes ein Hautausschlag zeigt, besteht der Verdacht auf Scharlach. Wenn ihr Kind nicht geimpft ist, können Hautausschläge auch auf schwerwiegende ansteckende Infektionskrankheiten hindeuten, wie beispielsweise Masern, Windpocken oder Röteln.
  • Wenn ihr Kind sehr häufig oder über einen längeren Zeitraum Schnupfen oder Husten hat, da es sich um eine Allergie handeln könnte.

Bauchschmerzen

Kinder leiden häufig unter Bauchschmerzen. Probleme mit der Verdauung, ein Darminfekt oder fehlender Stuhlgang über mehrere Tage hinweg können die Ursache sein. Gerade bei älteren Kindern können sich auch seelische Probleme, Ängste und Stress in Bauchschmerzen äußern.

Bauchweh
Gegen Bauchweh gibt es auch bewährte und wirkungsvolle Hausmittel.

So helfen bei einem verdorbenen Magen oder einem leichten Magen-Darm-Infekt oft schon eine Wärmflasche, eine kleine Bauchmassage und ein Fencheltee. 

Verdauungsprobleme
Auch bei Problemen mit der Verdauung lassen sich die Beschwerden meist durch bewährte Hausmittel, wie zum Beispiel Anis- und Kümmeltee, lindern.

Verstopfung
Wie oft Kinder Stuhlgang haben, ist sehr unterschiedlich. 3x täglich bis zu 3x in der Woche Stuhlgang ist normal. (gesundheit.gv.at) Wenn ihr Kind nur einmal die Woche zur Toilette muss und der Stuhl sehr fest ist, liegt eine Verstopfung vor. 

  • Gut bewährt haben sich als Hausmittel eingeweichtes Trockenobst, Leinsamen mit viel Flüssigkeit und der regelmäßige Verzehr von Naturjoghurt.
  • Entspannende Bäder und Bauchmassagen helfen ebenfalls.
  • Ihr Kind sollte sich viel bewegen und viel trinken.

Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten beugt einer Verstopfung vor. 

  • Wenn ihr Kind akut schwere Bauchschmerzen hat (Blässe, anhaltendes Schreien oder Weinen, ein stark gewölbter oder eingezogener Bauch signalisieren meist starke Bauchschmerzen. Das Kind bewegt sich kaum und zieht die Beine an den Körper).
  • Wenn sich die Bauchschmerzen nach etwa einer Stunde nicht bessern oder sich der Schmerzanfall wiederholt.
  • Wenn gleichzeitig noch andere Symptome wie Durchfall, blutiger Stuhl, Fieber, Erbrechen, Schüttelfrost auftreten.
  • Wenn die Bauchdecke sehr angespannt ist.
  • Wenn sich ihr Kind nicht beruhigen lässt und generell sehr schlapp wirkt.
  • Wenn die Bauchschmerzen auch nachts auftreten. 
  • Wenn ihr Kind an Gewicht verloren hat.

Wenn die Bauchschmerzen schon länger und ohne erkennbaren Grund bestehen, sollten Sie ebenfalls ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin darüber berichten.

Durchfall

Häufige Ursachen für Durchfallerkrankungen sind durch verschiedene Viren und Bakterien ausgelöste Darminfektionen. Durchfall ist immer mit einem Verlust an Flüssigkeit und Salzen verbunden, der vor allem bei Säuglingen und kleinen Kinder zur Austrocknung des Körpers führen und dadurch schnell gefährlich werden kann. 

  • Ihr Kind sollte etwa vier Stunden lang kein feste Nahrung zu sich nehmen, sondern nur viel trinken.
  • Die Getränke sollten abwechslungsreich ausgewählt werden.
  • Besonders empfehlenswert sind Kamillen- oder dünner schwarzer Tee mit ein bis zwei gestrichenen Teelöffeln Zucker pro 100 ml Tee (entspricht in etwa einer Tasse) und einer Prise Salz. 
  • Gesalzene Gemüsebrühen und kaliumreiche verdünnte Obstsäfte wie Apfel-, Bananen- oder Aprikosensaft können zusätzlich helfen, Verluste an Nährstoffen, Elektrolyten und Vitaminen auszugleichen. 
  • Nicht zu empfehlen sind Cola-Getränke, Salzstangen oder eine fettarme Diät.
  • Wenn ihr Kind schon selbstständig aus dem Becher trinkt, lässt sich die Trinkmenge durch Verwendung eines Strohhalms oft erhöhen.
  • Nach etwa vier Stunden können Sie ihrem Kind wieder leicht verdauliche, fettarme Kost anbieten, wie zum Beispiel gesalzene Schleimsuppen aus Hafer oder Reis, geriebener Apfel, pürierte Banane oder Zwieback.

Zum Schutz vor weiteren Ansteckungen ist häufiges Händewaschen und besondere Sauberkeit oberstes Gebot. Das gilt natürlich für alle in der Familie.

  • Wenn der Säugling mehr als vier Mal Durchfall in 24 Stunden hat, das Kleinkind mehr als sechs Mal Durchfall in 24 Stunden hat und das Schulkind mehr als 8 bis zehn Mal pro Tag auf die Toilette muss.
  • Wenn Sie ihr Kind stillen und die Stuhlfarbe weiß ist.
  • Wenn der Durchfall blutig ist.
  • Wenn es Ihnen nicht gelingt, Ihr Kind zum Trinken zu bewegen.
  • Wenn Ihr Kind erbricht und gleichzeitig Fieber und Durchfall hat.
  • Wenn Ihr Kind hohes Fieber bekommt und/oder gleichzeitig Bauchschmerzen hat.
  • Wenn Lippen und Zunge trocken sind und ihr Kind seltener als alle 8 Stunden Pipi macht.
  • Wenn die Bauchdecke sehr angespannt ist.


Nützlich für den Arzt oder die Ärztin
Da Durchfall viele Ursachen haben kann, sollten Sie ihr Kind in jedem Fall möglichst genau beobachten, um dem Kinderarzt oder der Kinderärztin gegebenenfalls weitere Symptome beschreiben zu können.

Nützliche Hinweise sind zum Beispiel:

  • Hat ihr Kind Fieber, Bauchschmerzen oder erbricht es?
  • Wie oft und wie viel macht es in die Windel? Wie ist der Stuhl beschaffen?
  • Welche Farbe hat der Stuhl?
  • Entleert das Kind regelmäßig die Blase?
  • Hat es Schnupfen oder Husten?
  • Zeigen andere Familienmitglieder die gleichen Symptome?
  • Wirkt das Kind besonders geschwächt oder beeinträchtigt?

Erbrechen

Wenn ein Kind nach den Mahlzeiten kleine Nahrungsreste mit aufstößt, ist das kein Erbrechen. Gibt es jedoch größere Mengen Nahrung von sich, spricht man von Erbrechen. Im weiteren Verlauf wird das Erbrochene meist zu einer schleimigen, gelblichen Flüssigkeit.

Bei Erbrechen ist es vor allem wichtig, der damit verbundenen Austrocknungsgefahr entgegenzuwirken:

  • Gestillte Kleinkinder sollten häufiger angelegt werden, um den Mehrbedarf an Flüssigkeit über die Muttermilch zu decken. Durch das Stillen nach Bedarf wird ausreichend Muttermilch gebildet, um den Durst zu löschen.
  • Versuchen Sie, ihrem Kind über etwa vier Stunden schluckweise und in kurzen Abständen nur kleinere Mengen Tee (zum Beispiel leicht gesüßten Pfefferminz- oder Kamillentee oder stark verdünnten schwarzen Tee) zu geben.
  • Feste Nahrung sollte das Kind erst bekommen, wenn es diese möchte.
  • Wenn sich ihr Kind gerade erbrochen hat, kann ein kühles Tuch auf der Stirn die Übelkeit und das Schwindelgefühl verringern. 

Gegen den üblen Geschmack im Mund hilft das Ausspülen mit Wasser oder Tee. Je nachdem, wie sich ihr Kind fühlt und wie alt es ist, kann es sich auch die Zähne putzen, um den Geschmack loszuwerden.

  • Wenn Ihr Kind erbricht und gleichzeitig Fieber und/oder Durchfall hat.
  • Wenn Ihr Kind noch ein sehr junger Säugling ist und auch nach vier Stunden noch wiederholt erbricht.
  • Wenn Ihr Kind mehrfach erbricht und krank wirkt und Sie keine Ursache, wie z. B. einen Magen-Darm-Infekt, erkennen können. Wenn es Ihnen nicht gelingt, Ihr Kind zum Trinken zu bewegen.
  • Wenn es sich nach einem Sturz oder Unfall übergibt.
  • Wenn gleichzeitig starke Bauchschmerzen vorliegen.
  • Wenn Ihr Kind auffällig teilnahmslos und ruhig wirkt.
  • Wenn Ihr Kind morgens nüchtern erbricht.

Kopfschmerzen

Viele Erkrankungen gehen mit Kopfschmerzen einher. Aber auch als eigenständiges Krankheitsbild treten Kopfschmerzen heute bereits bei jüngeren Kindern auf. 

Bei häufigen Kopfschmerzen

Die Auslöser für Kopfschmerzen sind häufig im Alltag zu finden. Wenn ihr Kind häufig unter Kopfschmerzen leidet, sollten Sie gemeinsam mit ihm herauszufinden versuchen, was die Ursachen sein könnten:

  • Hat Ihr Kind Stress in der Spielgruppe oder zu Hause?
  • Hat es Angst und fürchtet sich vor etwas besonders?
  • Bewegt sich Ihr Kind nur wenig und ist kaum aktiv an der frischen Luft?
  • Treten die Kopfschmerzen nach dem Verzehr bestimmter Speisen auf?
  • Bekommt Ihr Kind genügend Schlaf?

Mit diesen und ähnlichen Fragen kommen Sie den möglichen Auslösern der Kopfschmerzen vielleicht auf die Spur. 

Bei akuten Kopfschmerzen
braucht Ihr Kind –wie bei jeder Erkrankung – Ihre besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung.

  • Ruhe und Schlaf,
  • ein kühlendes Tuch auf der Stirn,
  • eine leichte Massage (Schläfe, Scheitel, Nacken) mit Pfefferminzöl, wenn Ihr Kind das mag; (Hinweis: Sparen Sie die Augengegend unbedingt großzügig aus; gerade bei kleineren Kindern kann es sonst zu Augenreizungen kommen.)
  • gezielte Entspannungsübungen,
  • Bewegung an der frischen Luft.

Wichtig: Kopfschmerzen und Migräneattacken bei Kindern sollten möglichst ohne Medikamente behandelt werden. Auf keinen Fall dürfen Sie Ihrem Kind eins der üblichen Kopfschmerzmittel für Erwachsene verabreichen.

  • Wenn bei einem Atemwegsinfekt die Kopfschmerzen stärker werden – zum Beispiel beim Husten – und vor allem hinter der Stirn oder den Wangenknochen auftreten; dies könnte auf eine Entzündung der Stirn- oder der Kieferhöhlen hinweisen.
  • Bei starken, sehr plötzlich einsetzenden Kopfschmerzen, vor allem, wenn gleichzeitig Fieber, heftige Nackenschmerzen und besondere Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen auftreten; dies können Alarmzeichen für eine Hirn- oder Hirnhautentzündung sein. Beide Erkrankungen ziehen schwerwiegende Folgen nach sich, wenn sie nicht behandelt werden.
  • Bei starken, sich ständig verschlimmernden Kopfschmerzen und bei Kopfschmerzen, die länger als drei Tage anhalten.
  • Bei Kopfschmerzen, die zusammen mit Schwindel oder Sehstörungen nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf oder nach einem heftigen Kopfstoß auftreten; sie können Zeichen einer Gehirnerschütterung sein.
  • Wenn Íhr Kind auffallend häufig über Kopfschmerzen klagt.
  • Wenn Sie den Eindruck haben, Ihr Kind leidet unter Migräne.

Was ist ein Notfall?

Bei folgenden Krankheitszeichen und Symptomen sollten Sie mit ihrem Kind sofort eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt aufsuchen oder unter 141 den Ärztenotdienst rufen:

  • schwere Atemnot
  • Teilnahmslosigkeit und auffällige Ruhe des Kindes
  • Bewusstseinsstörung des Kindes (es wirkt verwirrt oder ist nicht ansprechbar)
  • Nackensteife (der Kopf des Kindes kann nicht nach vorne gebeugt werden)
  • Das Kind krampft oder stürzt grundlos zu Boden
  • Ernsthafte Verletzungen, insbesondere, wenn sich das Kind den Kopf heftig angeschlagen hat.


Auch bei unklaren Beschwerden oder wenn Sie sich sorgen und ängstigen, weil Ihr Kind irgendwie verändert wirkt, ohne dass Sie eine Erklärung dafür haben, sollten Sie sich immer an die kinderärztliche Praxis wenden.

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Telefonische Gesundheitsberatung: 1450

Telefonischer Ärztenotdienst: 141

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