Ernährung & Zähne

Willkommen am Familientisch

Nach dem ersten Geburtstag ändert sich beim Essen einiges. Ihr Kind lernt nach und nach, selbstständig zu essen. Mit den ersten Zähnen lernt es, feste Speisen zu kauen und Tassen, Teller und Besteck zu benutzen. Auch die Lebensmittelauswahl wird von Tag zu Tag größer. Trotzdem wollen manche noch gestillt werden.

Ein guter Rhythmus

Regelmäßiges Essen hilft Kindern dabei, sich an einen Tagesrhythmus zu gewöhnen und fördert die regelmäßige Energieversorgung. Am besten ist ein Essen in der Früh, zu Mittag und am Abend, mit zwei Jausen dazwischen. 

Tipps fürs gemeinsame Essen

Machen Sie Ihrem Kind Mut, selbstständig (?) zu essen und geben Sie ihm Zeit dafür.
Wichtig ist es, dem Kind nach und nach die verschiedenen Lebensmittel kennenlernen zu lassen. Das braucht Zeit und Wiederholungen. 

Mit ungefähr 12 Monaten können Kinder am Tisch von Erwachsenen essen.

Folgende Lebensmittel sollten im Speiseplan dabei vorkommen: 

  • Getränke: Trinkwasser ist ideal, auch für unterwegs. Ihr Kind sollte regelmäßig trinken!
  • Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst: Abwechslung ist spannend!
  • Getreide und Erdäpfel: Nützen Sie die große Auswahl und bevorzugen Sie Vollkornprodukte.
  • Milch und Milchprodukte: Falls Ihr Kind bisher keine Kuhmilch oder andere Milchprodukte bekommen hat, beginnen Sie langsam damit. Verwenden Sie nur pasteurisierte Milch und Milchprodukte. Fettarme Milch und Milchprodukte sind für Kleinkinder unter 2 Jahren nicht geeignet.
  • Fisch, Fleisch und Eier: Geeignete Fische für Kleinkinder: Saibling, Forelle und fettreiche Meeresfische wie Lachs, Hering oder Makrele. Sorgfältig alle Gräten beim Fisch entfernen. Fleisch, Fisch und Eier immer gut durcherhitzen.
  • Fette und Öle: Qualität ist wichtiger als die Menge.
  • Fettes, Süßes und Salziges: Ein Verbot macht Süßigkeiten nur interessanter. Seien Sie ein gutes Vorbild, auch bei fettigen und salzigen Knabbereien. Kinder brauchen keine „Kinderlebensmittel“.

Kinder brauchen keine „Kinderlebensmittel“.

Kinder sind verschieden. Sie entwickeln sich unterschiedlich. Manche Kinder essen mit Löffel und Gabel, andere nehmen die Hände oder wollen länger gefüttert werden. Das ist okay. 

Was Kleinkinder noch nicht essen & trinken sollten

  • Speisen mit rohen Eiern wie Tiramisu, rohem Fisch oder rohes Fleisch, wie Salami, Beef Tartar, Roast Beef
  • Rohmilch und Rohmilchprodukte z. B. Käse aus Rohmilch
  • Stark gewürzte und salzhaltige Lebensmittel z. B. Knabbergebäck
  • Alkohol und koffeinhaltige Getränke z. B. Kaffee, Schwarztee, Grüntee, Eistee, Cola-Limonaden, Energy-Drinks
  • Kleine Lebensmittel wie Nüsse, Samen, Körner, Backerbsen, Beeren, Bonbons und Kaugummi (diese können leicht ungewollt verschluckt werden und so in die Luftröhre gelangen)
  • Lebensmittel mit der Kennzeichnung „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“

Häufige Fragen

Kinder können vegetarisch ernährt werden. Eine vegane Ernährung im Kindes- und Jugendalter wird von der Nationalen Ernährungskommission nicht empfohlen. Siehe pdf Seite 13 

Das beste Getränk für Kinder ist Wasser.

Mehr erfahren

Sie können ihr Kind weiter Stillen. Zwischen dem 1. und 2. Lebensjahr kann die Muttermilch noch bis zu einem Drittel des benötigten Energiebedarfs liefern. 

Quelle: WHO

Dauernuckeln – egal ob am Schnuller, an der Trinkflasche – sollte nicht zur Gewohnheit werden. Denn das kann zu Zahnfehlstellungen führen und/oder Karies fördern.

In der Nacht braucht Ihr Kind eher kein Fläschchen mehr, da es tagsüber regelmäßige Mahlzeiten bekommt. Bieten Sie stattdessen Wasser aus einem Becher an.

Eisen ist für die geistige und körperliche Entwicklung von 1 bis 3-jährigen Kindern besonders wichtig. Viel Eisen ist in Kalb-Fleisch, Schweine-Fleisch und Lamm-Fleisch enthalten. Außerdem ist Eisen in Getreide und Hülsenfrüchten enthalten. Zum Beispiel in Bohnen oder Linsen. 

Gesunde Zähne von Anfang an

Gut zu wissen

Kauen ist für die Entwicklung der Muskulatur im Gesicht wichtig. Durch das Kauen wird aber nicht nur die Muskulatur trainiert , sondern auch der Knochen des Kopfes geformt.

  • Feste Nahrung, die die Speichelproduktion angeregt.
  • Wasser als Durstlöscher. Zuckerhaltige Getränke meiden.
  • Wenig Süßigkeiten
  • Keine Smoothies & Quetschies. Auch diese enthalten viel Zucker.
  • Viele, kleine Zwischenmahlzeiten vermeiden. 
  • Ab dem ersten Zahn 2-mal täglich putzen.
  • Eine Zahnbürste mit kleinem, weichen Bürstenkopf verwenden.
  • Die Zahnbürste regelmäßig, alle 8 Wochen, wechseln.
  • Zahnpasta für 2- bis 6-Jährige mit 1000 ppm Fluorid verwenden.
  • Diese in Erbsengröße auftragen.
  • Die Kinder selbst putzen lassen, aber immer nachputzen. Das gilt so lange, bis die Kinder flüssig lesen/schreiben können.
  • Tipp: Zähne im Liegen nachputzen z.B. Kopf auf Mamas/Papas Schoß, mit einem Lied, Lieblingsstofftier, …
  • Vorbild sein! Zähne putzen gehört für alle dazu. So, wie sich anzuziehen. 

Schnuller reduzieren. Wenn möglich, lediglich als Einschlafhilfe nutzen, tagsüber bleibt der Schnuller im Schlafzimmer z.B. im „Schnullerschlafsack“.

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