Ihr Kind wächst und entwickelt sich weiter. Es lernt jeden Tag Neues dazu. So geht es auch auf Erkundungstouren und liebt es, Schränke und Schubladen auszuräumen. Gleichzeitig ist Ihr Kind flink wie ein Wiesel und hat Energie ohne Ende. Jetzt heißt es, besonders gut aufzupassen.
Die meisten Unfälle im Kleinkindalter passieren in den eigenen vier Wänden. Durch einfache Tipps & Tricks lassen sich viele davon vermeiden. In den ersten Lebensjahren ist aber vor allem die volle Aufmerksamkeit der Eltern die wichtigste Sicherheitsvorkehrung.
Durch das Krabbeln und die ersten Schritte wächst rasch der Bewegungsraum. Besonders Sturzunfälle gewinnen an Bedeutung.
Mehr erfahren: Folgenschwere Stürze
Quelle: Unfälle bei Kindern in den ersten sechs Lebensjahren, Forschungsbericht 2021;
Forschungszentrum für Kinderunfälle; S. 42
Verbrennungen und Verbrühungen haben oft lebenslange Folgen. Meist passieren solche Unfälle in der Küche.
Mehr erfahren: Kinder vor Verbrennungen schützen
Quelle: Unfälle bei Kindern in den ersten sechs Lebensjahren,
Forschungsbericht 2021; Forschungszentrum für Kinderunfälle; S. 52
Ertrinken passiert lautlos. Kleinkinder können aufgrund des Totstellreflexes bereits bei einer Wassertiefe von weniger als 10 cm ertrinken.
Mehr erfahren: Pool sichern
Quelle: Unfälle bei Kindern in den ersten sechs Lebensjahren, Forschungsbericht 2021;
Forschungszentrum für Kinderunfälle; S. 8
Kinder können den Straßenverkehr noch nicht richtig einzuschätzen. Doch schon bevor sie selbstständig unterwegs sind, sind Kinder den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt.
Für Kinder bis zum 12. Geburtstag gilt die Radhelmpflicht, auch im Anhänger im Kindersitz oder wenn es selbst mit dem Rad fährt.
Bis zum Alter von 8 Jahren kann ein Kind auf einem Kindersitz transportiert werden. Dieser darf nur direkt hinter dem Sattel auf dem Fahrrad montiert werden.
Quelle: Österreich.gv.at
Quelle: Österreich.gv.at
Kinder bis 14 Jahre kleiner als 135 cm brauchen geeignete Kinderrückhaltesysteme, wie Babyschalen, Kindersitze, Sitzerhöhungen. Diese müssen an die Größe des Kindes angepasst sein.
Mehr erfahren: Welcher Kindersitz passt für mein Kind?
… auch nicht für kurze Zeit!
Gerade in den heißen Monaten kann die Temperatur im Wageninneren rasch auf bis zu 50 Grad ansteigen. Kinder schwitzen im Verhältnis mehr und verlieren schneller Flüssigkeit. Als Folge davon kommt es zum Hitzestau, der Kreislauf bricht zusammen und das Kind kann binnen kürzester Zeit sterben.
In der kälteren Jahreszeit können dicke Jacken zu einer sogenannten „Gurtlose“ führen, wodurch die Schutzfunktion des Gurtes bei einem Unfall ausgeschaltet wird. Gurten Sie ihr Kind daher bei niedrigeren Temperaturen ohne Jacke an und schützen Sie es stattdessen mit einer Decke vor der Kälte.
Quelle: Obacht Kindersicherheit
Lassen Sie Ihr Kind auf dem Gehweg immer auf der sicheren, das heißt von der Straße abgewandten Seite gehen.
Dunkel Pekleidete Personen werden von Autofahrer:innen oft erst aus 20 bis 30 Metern erkannt. Mit Reflektoren oder helle Kleidung hingegen bereits aus einer Entfernung von 150 Metern.
Kinder lieben Tiere. Gerade Hunde und Katzen sind fester Bestandteil vieler Familien. Immer wieder kommt es aber vor, dass ein Tier unvermittelt zubeißt oder kratzt. Die häufigsten Unfallfolgen bei Kindern sind Biss- und Kopfverletzungen.
Quelle: Forschungszentrum für Kinderunfälle – Verletzungen durch Hunde bei Kindern bis zum 14. Lebensjahr, Fokusreport 2019
Vor allem in den wärmeren Monaten droht die Gefahr von Bienen- oder Wespenstichen.
Decken Sie Getränke immer ab und lassen Sie Ihr Kind mit einem Strohhalm trinken.
Ist Ihr Kind im Mundbereich gestochen worden, geben Sie ihm etwas Kaltes zum Lutschen und suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe (Rettung) auf.
Wenn ihr Kind gestochen wurde und Atemnot auftritt: Rettung rufen.
(vgl. https://obacht-kindersicherheit.at/1_5-2-jahre/)
Quelle: WHO
Gerade nach einem Aufenthalt im Freien ist es besonders wichtig, den Körper nach Zecken abzusuchen.
Bevorzugte Stichstellen sind weiche und warme Körperstellen. Zecken werden am sichersten mit einer feinen, spitzen Pinzette entfernt.
Ziehen Sie die Zecke langsam unter gleichmäßigem Zug heraus, ohne zu drehen und zu quetschen.
Desinfizieren Sie danach die Stelle und beobachten Sie diese mehrere Wochen auf Veränderungen – suchen Sie bei Bedarf ärztliche Hilfe.
Mehr erfahren: Zecken, was tun?
Quelle: gesundheit.gv.at
Putzmittel, ätherische Öle, Medikamente, Alkohol, Knopfbatterien, Chemikalien usw., die im Alltag regelmäßig benutzt werden, sind giftig und können bei unsachgemäßem Gebrauch äußerst gefährlich sein. Dies gilt besonders für kleine Kinder, die alles mit dem Mund erkunden, probieren und auch verschlucken.
Im Notfall:
Achten Sie darauf, Putzmittel, ätherische Öle, Medikamente, Alkohol, Knopfbatterien, Chemikalien usw. immer verschlossen, in der Originalverpackung und für Ihr Kind unerreichbar aufzubewahren. Entfernen Sie auch giftige Pflanzen aus dem Wohnumfeld.
Spielen – mit und ohne Spielzeug – ist von großer Bedeutung für die Entwicklung eines Kindes.
Beim Spielzeugkauf gibt es einige wesentliche Punke zu beachten:
Achten Sie auf CE-Zeichen sowie auf diverse Prüfsiegel sowie auf die Altersangaben des Herstellers.
Wertvolle Tipps sind in der Checkliste des Bundesministeriums für Gesundheit zusammengefasst.
Speichern Sie sich die Notrufnummern im Handy ab und hängen Sie diese zusätzlich an einem gut sichtbaren Ort zuhause auf: