Ein frühes Training – zum Beispiel das Kind ständig aufs Töpfchen zu setzen – beschleunigt das Trockenwerden Ihres Kindes nicht. Im Gegenteil – allzu leicht kann es passieren, dass Ihr Kind hierdurch in „Stress“ gerät und Angst vor dem Toilettengang entwickelt.
In der Regel kommt das Trocken- und Sauberwerden, auch Ausscheidungsautonomie genannt, ganz von selbst, wenn Ihr Kind körperlich dazu in der Lage ist. Ihr Kind zeigt Ihnen, wann es so weit ist. Meist mehren sich im Verlauf des zweiten und dritten Lebensjahres die ersten Hinweise, zum Beispiel:
Achten Sie auf die ersten Hinweise Ihres Kindes, dass es langsam bereit ist, sauber zu werden.
Üben Sie mit ihm spielerisch den Toilettengang ein, und zeigen Sie ihm Schritt für Schritt, was es tun muss, um erfolgreich auf die Toilette zu gehen: Wie man die Hose aufmacht und herunterzieht, sich richtig auf die Toilettenbrille setzt und dann erst Wasser lässt.
Nutzen Sie Hilfen wie Toilettenaufsatz oder Töpfchen. Ob Töpfchen oder Toilettenaufsatz sollten Sie den Vorlieben Ihres Kindes überlassen.
Achten Sie auch auf Kleidung, die das Kind leicht selbst herunterziehen und wieder anziehen kann.
Bis zum Alter von fünf Jahren gilt es als normal, wenn Kinder nachts hin und wieder noch das Bett einnässen.
Wenn das Kind nach dem fünften Geburtstag regelmäßig mindestens zweimal im Monat nachts unwillkürlich das Bett einnässt und Grunderkrankungen ausgeschlossen sind.
Das nächtliche Einnässen hat nichts mit einem „Zuviel“ an Flüssigkeit zu tun – Ihrem Kind abends nichts mehr zu trinken zu geben, bringt also gar nichts.
Auch das Kind nachts aufzuwecken und zur Toilette zu bringen, verhindert lediglich, dass das Bett nass wird. Es wird den Prozess des Trockenwerdens in der Nacht grundsätzlich nicht beschleunigen.
Hilfreich kann es sein, zunächst ein Töpfchen neben das Bett zu stellen oder das Licht in der Toilette brennen zu lassen.
Bis ein Kind zuverlässig zur Toilette geht, dauert es seine Zeit. Meist geht das „große Geschäft“ schon etwas früher verlässlich ins Töpfchen; die Blasenkontrolle gelingt meist erst etwas später.